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Die Medizin im Schwerpunkt Kardiologie (d.h. die Medizin des Herzens) ist ständig Veränderungen unterworfen und es entwickeln sich neue Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie.

Um diese besser zu verstehen, haben wir für Sie im folgenden einige Videos mit grundlegenden Information zur Anatomie des Herzens und von einigen Therapiekonzepten beigefügt.

Wenn Sie Fragen zu diesen Informationen haben, sprechen Sie uns gerne an.

Die Videos, die mit hoher Qualität die unterschiedlichen Techniken in der Diagnostik und in der Therapie erläutern, können Sie über "Youtube" ansehen. Sie brauchen nur auf den dazugehörigen Link zu klicken.

Anatomie und Funktion des Herzens #1
Anatomie und Funktion des Herzens #2

 

Erkrankungen des Herzen

Angina pectoris
Herzinfarkt

 

Herzklappenerkrankungen

Aortenklappenstenose
Mitralklappeninsuffizienz und Stenose #1
Mitralklappeninsuffizienz und Stenose #2
Angina pectoris

 

Diagnostik des Herzens

Herzkatheteruntersuchung
Stressechokardiographie

 

Therapie der wichtigsten Herzerkrankungen:

Vorhofflimmern und die möglichen Therapieverfahren
Schrittmacherimplantatation
CRT Schrittmacher
Defibrillator mit Schrittmacher
Wer es ganz genau wissen will: Alles über Schrittmacher
Bypass Operationen
Loch im Herzvorhof
Was ist eine Mitralklappenrekonstruktion

 

Bluthochdruck

Der Blutdruck ist ein Maß für die Kraft (Druck), mit der das Blut in den Kreislauf des Körpers gepumpt wird.

Dieser Wert ist abhängig von körperlicher Aktivität und anderen (z.B. seelischen) Belastungen. Wenn ein gewisser Grenzwert überschritten wird, besteht ein Bluthochdruck. Dieser Grenzwert wird mit einer 24 h Blutdruckmessung ermittelt. Bei einem Durchschnittswert von mehr als 135/85mmhg, (gemessen im 15-Min. Abstand über 24 Stunden), besteht ein Bluthochdruck. Dieser kann unterschiedlich therapiert werden.

Gewicht normalisieren, auf das Rauchen verzichten, dem Körper genügend Zeit für Regeneration geben („life style changing“) und regelmässige Medikamenteneinnahme.

Wenn der Blutdruck nicht ausreichend behandelt wird drohen schwere Komplikationen. Nach neuesten Untersuchungen ist auch das Risiko an M. Alzheimer zu erkranken, bis zu 100 % erhöht.

Bypass Operationen

Der Herzchirurg überbrückt die verengten Herzkranzgefäße mit einem Gefäß aus dem Körper des Patienten. Früher wurden ausnahmslos Venen aus den Beinen entnommen. Heute versucht man, so viele Arterien wie möglich zu verwenden. Die am häufigsten verwendete Arterie ist die Brustwandarterie. Sie wird am unteren Ende lediglich abgebunden und auf eine Herzkranzarterie genäht.

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Cholesterinerhöhung

Die Erhöhung des Cholesterins führt zu weitreichenden Veränderungen im Gefäßsystem des Menschen mit der Folge von Gefäßverengungen aufgrund der Cholesterinablagerungen.

Endokarditis

Endokarditis ist eine Entzündung der Herzklappen und wird vor allem durch entzündliche Prozesse an anderen Organen ausgelöst. Sie entsteht u.a. als Folge von Grippe, Diphtherie, Scharlach, nach schweren Operationen, durch rheumatisches Fieber, durch Entzündungsherde im Körper, z.B. in Folge von Zahnvereiterungen. Die Entzündung der Herzklappen entsteht durch Krankheitskeime, die das Blut auf die Klappenoberfläche transportiert.

Endokarditisprophylaxe

Menschen mit einer künstlichen Herzklappe oder einem Herzklappenfehler sind besonders gefährdet. Gerade diese Patienten müssen sich durch die Einnahme von Antibiotika vorbeugend bei örtlichen Eingriffen (z.B. Zahnsteinbehandlung) vor Infektionen der Herzklappen schützen.

Erworbener Herzklappenfehler

Mit vier Klappen reguliert das Herz den Blutfluß. Funktionieren diese Klappen fehlerhaft, können dieselben Beschwerden entstehen wie bei einer Herzschwäche. Allgemeine Anzeichen dafür sind leichte Ermüdbarkeit, Atemnot und starkes Herzklopfen nach körperlichen Anstrengungen.

Gefäßverengung

Durch Ablagerungen von Cholesterin entstandene Engstellen in den Arterien. Häufigste Lokalisation sind die Herzkranzgefäße, die Halsschlagadern, sowie die Beinarterien.

Herzkatheteruntersuchung:

Eine Untersuchung, mit der die Arterien, die das Herz mit Blut versorgen, dargestellt werden können.

Die Untersuchung erfolgt in mehr als 90 % über die rechte Leiste. Nach örtlicher Betäubung wird der Katheter über die Hauptschlagader in die Herzkranzgefäße vorgeführt. Dies ist für den Patienten schmerzlos. Bei unkompliziertem Verlauf dauert die Untersuchung 10-15 Minuten, anschließend wird ein Druckverband in der rechten Leiste angelegt, mit diesem liegt der Patient noch bis zu 4 Stunden in einem Nachbetreuungsraum.

Weitere Erläuterungen erhalten Sie vor der Untersuchung von den Mitarbeitern der Praxis.

Komplikationen der Katheteruntersuchung sind sehr selten, bei ausschließlicher Darstellung der Herzkranzgefäße statistisch schwerwiegende Komplikationen bei einer von 1000 Untersuchungen. Bei Aufweitung der Gefäße liegt die Komplikationsrate etwas höher, hier beträgt die Zahl 1-2 schwerwiegende Komplikationen pro 100 Aufweitungen (1,5%).

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Herzklappen

Herzklappen sind die Ventile des Herzens, die den Kreislauf des Blutes in eine Richtung gewährleisten.

Bei Verengung oder Undichtigkeiten von Herzklappen kann eine Erweiterung der Herzkammer mit Herzschwäche entstehen.

Bei einer Herzklappenentzündung kommt es über Bakterien, Viren oder einer Pilzbesiedelung zu einer dauerhaften Zerstörung der Klappenstruktur. Diese kann wiederum eine Undichtigkeit oder Verengung der Herzklappe zur Folge haben.

Herzklappenentzündung:

Die Behandlung der Herzklappenentzündung erfordert immer eine lang andauernde Antibiotikatherapie mit anfänglich stationärem Aufenthalt wegen möglicher Komplikationen. Wenn die Entzündung nicht ausheilt, muss ein Klappenersatz erfolgen. Nach einer Endzündung oder einem Klappenersatz muss eine so genannte Endokarditisprophylaxe erfolgen.

Die am häufigsten betroffenen Klappen im Erwachsenenalter sind die Mitralklappe und die Aortenklappe. Die Aortenklappe befindet sich zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader, und muss den größten Druckunterschied aushalten.

Die Mitralklappe befindet sich zwischen der linken Vorkammer (Vorhof) und der linken Herzkammer.

Pulmonalklappe und Trikuspidalklappe sind die Klappen des rechten Herzens.

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Herzrhythmus

Man kann sehr viele unterschiedliche Arten von Herzrhythmus unterscheiden, z.B. schnell /langsam, oder regelmäßig /unregelmäßig. Es gibt Störungen der Leitungsbahn. Der Herzschlag des Menschen ist aufgrund von vielen Faktoren starken Schwankungen unterworfen. Es kann daher in manchen Situationen zu einem unregelmäßigen Herzschlag kommen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt. Für die Unterscheidung von „noch normalen" Schwankungen der Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen benötigen die Kardiologen das EKG und das Langzeit-EKG.

Wir unterscheiden primär zwischen schnellen und langsamen Herzrhythmusstörungen.

Es gibt noch andere Herzrhythmusstörungen, die aufgrund der möglichen Komplikationen einer weiteren Untersuchung bedürfen.

Herzschrittmacher

Dies ist ein Taktgeber für das Herz, wenn der körpereigene Impulsgeber des Menschen nicht mehr ausreichend arbeitet. In diesem Fall kommt es zu einem sehr langsamen Pulsschlag, oder auch zu längeren Pausen, die mit Schwindel, Bewusstlosigkeit oder Herzschmerzen einhergehen können.

Der Herzschrittmacher sorgt in diesem Fall für ein Anheben der Herzfrequenz (des Pulsschlages) und somit für eine verbesserte „Drehzahl“.

Wichtig: Der  „normale „ Herzschrittmacher ist keine Maschine, die die Leistung des Herzens verbessern kann.

Defibrillator: ein Schrittmacher, der für den Menschen akut gefährliche Rhythmusstörungen mit einem Stromschlag beenden kann.

CRT: ein spezieller Schrittmacher, der in manchen Fällen die Herzleistung verbessern kann.

Herzschwäche

Die Blutpumpe Herz kann aufgrund eingeschränkter Leistungsfähigkeit nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf pumpen. Dies führt zu einer Stauung des Blutes vor dem Herzen (dicke Beine), oder in der Lunge (Luftnot). Die häufigsten Ursachen für die Herzschwäche sind Durchblutungsstörungen, Herzklappenfehler und Entzündungen. In akuten Fällen können die Beinschwellungen aber fehlen und der Patient bemerkt nur die Luftnot. Viele Formen der Herzschwäche werden auch Kardiomyopathie genannt.

Herzultraschall

Die Basisuntersuchung in der Kardiologie. Dieses Verfahren vereinigt vier verschiedene Untersuchungsmethoden miteinander. Dargestellt werden können z.B. die Klappenstrukturen, der Herzmuskel selbst, die Richtung des Blutflusses im Herzen und seine Geschwindigkeit.

Wichtige Spezialuntersuchungen sind die Stressechokardiographie und die Echokardiographie durch die Speiseröhre.

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